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Herzalarm

Der Herzalarm

Bei lebensbedrohlichen Notfällen im Krankenhaus erfolgt die Alarmierung des Herzalarmteams. Auf Grund der Größe unseres Krankenhauses bestehen 2 Teams, um die Versorgung aller Notfälle längstens innerhalb von 3 Minuten zu gewährleisten. Diese Teams werden interdisziplinär durch Kardiologen und Anästhesisten gebildet.
Im Jahr 2003 war das Wilhelminespital das erste Krankenhaus in Wien, welches mit automatischen Defibrillatoren ausgerüstet wurde. Diese erlauben im Krankenhaus eine noch schnellere und daher effektivere Versorgung von Patienten mit Herz-Kreislaufstillstand. Auch bei der Einführung eines standardisierten Dokumentationssystems sowie der Einschulung aller neuen Mitarbeiter und des regelmäßigen Notfalltrainings für ärztliches und pflegerisches Personal nach aktuell gültigen Leitlinien des European Resuscitation Council ist unser Spital jeweils wegbereitend vorangegangen. Das Motto des Herzalarmbereiches lautet: „Ob Portier oder Primar: jeder kann Leben retten“.


Mittlerweile hat sich das Wilhelminenspital als Notfallschulungszentrum etabliert: neben der Ausbildung von Mitarbeitern zahlreicher anderer Krankenhäuser werden auch in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege, der physikalischen Akademie, der Fortbildungsakademie für Intensivpflegeberufe im AKH und in zahlreichen Ordinationen Kurse abgehalten. Zudem finden regelmäßige Notarztfortbildungen im Haus statt.


Aktuell wird im Wilhelminenspital ein MET-Team (Medical Emergency Team) aufgebaut. Dieses soll Patienten bereits VOR dem Eintreten einer lebensbedrohlichen Situation erkennen und behandeln, um einen Herz-Kreislaufstillstand zu vermeiden. Diese Art von Akutversorgung scheint nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Verbesserung der Behandlung von Notfallpatienten darzustellen.


In jedem Krankenhaus des Wiener KAV (Krankenanstaltenverbundes) ist seit 2008 ein notfallbeauftragter Arzt/Ärztin etabliert, welcher sich um alle Belange bezüglich innerklinischer Notfallsituationen kümmert. Es wird versucht, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Empfehlungen des österreichischen Wiederbelebungsrates (ARC – Austrian Resuscitation Council) umzusetzen.

Der Notfallbeauftragte des Wilhelminenspitals (OA Dr. Rainer Schmid) ist zudem Leiter der „Arbeitsgruppe innerklinische Reanimation“ des ARC.