Logo wilh_home
blank

Mit freundlicher Unterstützung von:

 

 

 

 

 

Impressum

 
© robert reiter - media consulting 
Ambulanzen > Schmerzambulanz > Schmerztherapie nach Operationen
Schmerztherapie nach Operationen

Patienteninformation

Was ist Schmerz?
Schmerz ist eine unangenehme körperliche oder seelische Empfindung (z.B. als Folge einer Verletzung), die jeder Mensch unterschiedlich wahrnimmt.
Schmerz hat eine wichtige Rolle als Warnsignal bei Verletzung oder Erkrankung.

Muss Schmerz nach einer Operation sein?
Schmerz nach einer Operation hat seine Warnfunktion verloren. Schmerz verringert aber das Wohlbefinden, beeinträchtigt die Bewegungsfähigkeit und kann zu gefährlichen Komplikationen führen (z.B. Lungenentzündung bei schmerzbedingtem Vermeiden von tiefer Atmung und ausreichendem Husten).
Eine gute Schmerzbehandlung erhöht die Zufriedenheit, beschleunigt somit Heilungsvorgänge und verkürzt den Krankenhausaufenthalt.

Wie wird Schmerz im Krankenhaus beurteilt?
Als Patient werden Sie in den ersten Tagen nach einem Eingriff um Selbstbeurteilung Ihrer Schmerzen anhand einer Skala von 0-10 gebeten, wobei 0 = kein Schmerz, 10 = der stärkste vorstellbare Schmerz.
Hierzu verwenden wir ein sogenanntes Schmerzlineal.


 

Der Wert wird täglich in Ihrem Krankenblatt eingetragen.
Sollten Ihre Schmerzen im Tagesverlauf den Wert von 3 in Ruhe oder 5 bei Bewegung (z.B. Husten, Sitzen) übersteigen, werden sie gebeten dies sofort Ihrer betreuenden Pflegeperson mitzuteilen, damit die passende Behandlung möglichst rasch begonnen werden kann. Je frühzeitiger Schmerzen behandelt werden, umso schneller und einfacher wird sich ein Erfolg erzielen lassen.

Wie können Schmerzen behandelt werden?
Medikamentös:
Anfänglich ist eine Verabreichung eines Schmerzmittels mit Spritze oder Infusion notwendig.
Sobald Sie essen dürfen, ist eine Umstellung auf Tabletten, Kapseln oder Säfte möglich.
Um einen gleichmäßigen Wirkstoffspiegel im Blut zu erhalten, ist eine regelmäßige Verabreichung der Medikamente notwendig.
Sollten trotzdem Schmerzspitzen auftreten, steht Ihnen immer eine zusätzliche, schnell wirkende Behandlung zur Verfügung.

Patientengesteuerte Medikamentenpumpe
Bei größeren Operationen können wir Ihnen eine Schmerzpumpe verordnen.

Die Medikamentenpumpe ist mit einem stark wirksamen Schmerzmittel gefüllt und wird wie eine Infusion an eine Vene angeschlossen. Sollten Sie starken Schmerz verspüren, können sie selbst über den Druckknopf eine geringe Menge des Medikaments abrufen und brauchen nicht nach einer Schwester zu rufen. Die Elektronik der Schmerzpumpe überwacht die Abgabe und stellt die korrekte Dosierung sicher. Weiters kommt mindestens 1mal täglich unser Schmerzdienst zu Ihnen zur Kontrolle.
 
Epidurale Anästhesie
Bei manchen Eingriffen wird schon während der Operation ein Epiduralkatheter gelegt (Anästhesiearten - Epiduralanästhesie). Nach der Operation kann der Epiduralkatheter belassen werden und einige Tage zur Schmerzbehandlung verwendet werden.

Über eine Medikamentenpumpe wird kontinuierlich eine Substanz verabreicht, welche die Schmerzleitung in den Nerven verhindert. Sollten Sie trotzdem stärkeren Schmerz oder aber Gefühlsstörungen verspüren, melden Sie dies bitte gleich Ihrem Arzt

In einigen Fällen werden Katheter direkt an schmerzleitende Nervenstämme gelegt, die Arme oder Beine versorgen. Auch dabei werden über eine Medikamentenpumpe kontinuierlich Substanzen verabreicht, die Ihre Schmerzempfindungen ausschalten.