LeiterIn: Dr. Claudia Rados
StellvertreterIn: OA Dr. Vera Salfitzky
Informationen zur Anästhesieaufklärung und Anästhesievorbereitung des Patienten
Wir klären Sie in einem ausführlichen Gespräch über die anästhesiologischen Möglichkeiten (Vollnarkose, Sedoanalgesie, Regionalanästhesie) bei einem diagnostischen bzw. operativen Eingriff auf und besprechen die typischen Risiken bei dem jeweiligen anästhesiologischen Verfahren.
In diesem Gespräch erklären wir auch die Möglichkeiten der postoperativen Schmerztherapie (z.B.: Epiduralanästhesie, 24 Stunden-Schmerzinfusionen,...).
Weiters legen wir nach Einschätzung Ihres Gesundheitszustandes und in Hinblick auf die Art des operativen Eingriffes fest, welche präoperativen Befunde für die Operation eingeholt werden müssen. Die Befunde sollen im Allgemeinen nicht älter als zwei Wochen sein.
Weiterführende Untersuchungen werden bei speziellen Problemen und Fragestellungen angefordert, wenn anästhesierelevante Erkrankungen noch nicht genügend abgeklärt sind.
Die Kenntnis dieser Untersuchungsergebnisse hilft uns, das optimale Anästhesieverfahren für Sie zu wählen und gleichzeitig das bestehende Anästhesierisiko zu minimieren.
Den Aufklärungsbogen über die Narkose bzw. Regionalanästhesie erhalten Sie von der zuweisenden Abteilung, die die Intervention an Ihnen geplant hat. Dieser Bogen muss vor dem Gespräch mit der/dem Anästhesistin/Anästhesisten ausgefüllt werden.
Bei Kindern bis zum 14. Lebensjahr ist es notwendig, dass das Kind mit einem Sorgeberechtigten zum Aufklärungsgespräch kommt.
In dem Aufklärungsgespräch ist es unter anderem wichtig, dass Sie uns alle Medikamente bekanntgeben, die Sie einnehmen. Dazu gehören auch Naturheilmittel, wie pflanzliche und homöopathische Präparate. Wir besprechen mit Ihnen, welche Medikamente unmittelbar vor und nach der Operation eingenommen werden dürfen.
Medikamente, die Acetylsalicalsäure enthalten wie z. B. T-ASS®, Herzschutz ASS®, Assasantin®, Aspirin®, Thomapyrin®, Thrombosantin®, Ascorbisal® dürfen 5 Tage vor dem Eingriff nicht eingenommen werden, da diese zu verstärkten Blutungen führen können.
Wenn Sie sogenannte NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika wie z.B. Voltaren®, Diclofenac®, Brufen®, Deflamat®, Felden®, Indocin®, Naproben®, Rheutro®, Xefo® ) zur Schmerztherapie einnehmen, müssen diese ebenfalls zwei Tage vor dem Eingriff abgesetzt und durch andere Schmerzmedikamente ( z.B. Novalgin®, Mexalen®, Celebrex® oder Tramal®) ersetzt werden.
Eine bestehende Dauermedikation sollte zur gewohnten Zeit auf jeden Fall mit einem Schluck Wasser eingenommen werden, es sei denn, die Anästhesistin/der Anästhesist verordnet Ihnen eine andere Medikation.
Achtung Diabetiker: Medikamente zur Behandlung des Diabetes mellitus dürfen nur auf Anordnung Ihrer Anästhesistin/ Ihres Anästhesisten eingenommen werden.
Es liegen in der Ambulanz Broschüren über die verschiedenen Anästhesieverfahren und Möglichkeiten der postoperativen Schmerztherapie auf.
Freitag liegt unser Schwerpunkt in der Aufklärung von Schwangeren in Bezug auf die schmerzarme Geburt mit Hilfe von Epiduralanästhesieverfahren.
Es gibt zu vielen Themen Filmmaterial, das wir Ihnen während der Wartezeit vor Ort präsentieren.